Bali, die "Insel der Götter", ist mit ca. 4,4 Millionen Einwohnern die westlichste der Kleinen Sundainseln und liegt als Teil des indonesischen Archipels östlich zwischen den Inseln Java und Lombok im Indischen Ozean. Neben einer atemberaubenden Natur, bis zu 3000m hohen Vulkanen, tropischen Temperaturen das ganze Jahr hindurch, entsprechend üppiger Flora und Fauna hat Bali, im Gegensatz zur sonst vorwiegend muslimischen Bevölkerung Indonesiens, hier eine zu über 90% hinduistische Bevölkerung. Die kleine Insel bietet eine schier unerschöpfliche Anzahl traditioneller Handwerke, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ganz Bali hämmert, meißelt,schnitzt, flicht und malt mit der den Südostasiaten eigenen Ruhe und Friedfertigkeit, die man im Westen so oft vermisst. Hier werden meine Produkte hergestellt, in der Gewissheit, dass man vor Ort um bestmögliche Qualität der Erzeugnisse immer bemüht und bestrebt ist, eine von Harmonie und geprägte Zusammenarbeit mit Vertrauen und gegenseitigem Respekt zu etablieren. Persönliche Kontakte sind hierbei unerlässlich. Die Lieferkette ist denkbar kurz, ohne Zwischenhändler, ohne kostenintensive Lagerung.
Ketut lernte ich 2006 kennen. Nachdem ich einem Taxifahrer mein Anliegen geschildert hatte, fuhren wir nach Celuk, dem Dorf der Gold- und Silberschmiede, suchten dort (fast) vergeblich nach einem Silberschmied, der meine Wünsche verstehen und umsetzen könnte ... und fanden ihn zu guter Letzt.
Ketut ist eine unabhängige "one-man-show" mit Arbeitsplatz vor dem Haus der Familie in einem schattigen Innenhof, umgeben von Vogelvolieren, selbstgezüchteten Orchideen und duftenden Frangipanibäumen. Eines seiner wenigen elektrifizierten Geräte ist die Poliermaschine, die meisten anderen Arbeiten erledigt er in Handarbeit, unterstützt von seiner Frau, mit großer Präzision und Liebe zum Detail. Yanto, sein Sohn, erledigt seit jeher die Kommunikation für uns auf englisch, jetzt per Smartphone. Mittlerweile hat er eine eigene kleine Familie und fragte mich 2013, als seine Tochter geboren war, ob ich einen schönen Namen wisse. Mir fiel der meiner Großmutter ein, Franka, und so wurde Yantos Tochter Putu Cheryl Franka Prita Dewi genannt. Welch eine Ehre für mich!
Die Wirtschaft auf Bali brach wegen der Pandemie seit 2021 gänzlich zusammen. Eine der Haupteinnahmequellen, der Tourismus, existierte nicht mehr und führte viele Menschen an den Abgrund ihrer Existenzen. Mein großes Anliegen ist, dieser mittellosen Familie eine kontinuierliche finanzielle Unterstützung auf Basis einer fairen Entlohnung für ihre hervorragende Arbeit zu ermöglichen.